Lange habt ihr warten müssen ... aber nun ist die Wahl gestartet und jeder kann mitmachen und helfen, seinem Liebling den Ehrentitel "Kangal des Jahres 2009" zu verleihen. Bis zum 10. Dezember sind die Urnen geöffnet und jeder hat eine Stimme zu vergeben.
Wer was verpasst oder vergessen hat ... hier sind noch einmal alle 11 Teilnehmer im Überblick:
Kangal Rüde Max
Kangal Rüde Maxi
Kangal Rüde Efe
Kangal Hündin Chaya
Kangal Hündin Luna
Kangal Rüde Kandash
Kangal Rüde Tolkin
Kangal Hündin Dakota
Kangal Rüde Aras
Kangal Rüde Ben
Kangal Hündin Xena
Viel Spaß beim Voten!
Kangal Hündin Xena
Ja, ich heiße Xena und bin eine am 05.01.2008 geborene Kangalhündin.
Zuerst hat ein Frauchen mich angeschafft, als ein kleines Kind auf die Welt kam. Ich wurde tagsüber im Garten gehalten und nachts im Haus. Die Ehe ging auseinander und ich wurde abgegeben. Dort lebte ich 3 Monate bei einem netten Ehepaar in einer Vermittlungsstelle. Von dort kam ich zu einem älteren Herrn, der schon einen Kangalrüden hatte. Mit diesem lebte ich nur draußen auf dem Hof und in der Scheune. Ich bellte nachts ständig, weil mir das nicht so gefiel, außerdem gab es viele Geräusche, so daß ich Grund genugt hatte zum Anschlagen. Aufgrund meiner Bellerei wurde ich nach 4,5 Monaten wieder abgegeben. Mein jetziges Frauchen hat mich durch mehrere Telefonate ausgesucht und ich wurde ihr am 11.07.09 übergeben. Dort angekommen sah ich Frauchens Pferde und meinen Mitbewohner - einen schwarzen Hovawartrüden (Pief).
Der hieß Pief und war sehr verträglich, hat mir meinen Einstieg quasi leicht gemacht. Ich war nicht immer freundlich zu ihm, sondern oft recht egoistisch. Da es ihm nicht mehr so gut ging, mußte Frauchen ihn einschläfern lassen. So war ich 3 Wochen ohne Partner. Wir hatten zwischendurch einen Kuvaczrüden angesehen, aber den mochte ich nicht-und Frauchen auch wohl nicht so sehr. Er war so ohne Selbstbewußtsein! Das paßt weder zu mir noch zu Frauchen.
Dann fuhren wir zu der Hovawartzüchterin, wo Frauchen schon 2 Rüden ( Lord und Pief) erworben hatte. Wir schauten 2 schwarze Jährlinge an, die waren übriggeblieben, da die Züchterin im Winter krank geworden ist.
Wir haben uns für den dominantesten Rüden (Zeus) entschieden, den mochte ich gleich total gern - wir konnten gleich super zusammen spielen. Zu Hause habe ich ihm dann erstmal alles gezeigt, da ich ja schon eine kleine Weile da bin und sagen kann wie alles so läuft, der Tagesablauf und so weiter......, den Gehorsam den Frauchen erwartet u.s.w.. Die reitet junge Pferde an, da darf man dann nicht so einfach über den Reitplatz bürsten wenn geritten wird. Am Sonntag gehen wir mit Herrchen und Frauchen immer auf den Hundeplatz, da wir nicht so viel kennen und bei anderen Hunden auch nicht so freundlich reagieren.
Jeden Abend, wenn Herrchen zu Hause ist machen wir alle 4 einen Übungsspaziergang, wo wir dann auch Gehorsamsübungen einflechten. Das macht eigentlich Spaß, aber mein Jagdtrieb hat mich schon 3 x übermannt. Das finden Herrchen und Frauchen nicht so gut. Ebenso habe ich zu Anfang versucht durch kleinste Lücken den Hof zu verlassen-die sind leider komplett zu inzwischen. Das macht Zeus nicht. Ich gehe dafür sehr ruhig mit den Pferden um, er hat mehr Hütetrieb. Aber wir lernen voneinander! Neulich waren die Pferde ausgebüchst und Zeus hat sie zurücktreiben wollen. Frauchen hat ihn gelobt und ich habe verstanden: Ich kann helfen. Das habe ich auch gemacht. Da war Frauchen ganz stolz auf uns. Mein Freund der Zeus findet Besuch nicht so toll-er läßt sich nicht von jedem anfassen.Ich begrüße jeden freundlich nur andere Hunde nicht. Aber ich glaube ich kann ruhig ein bißchen Wachsamkeit von meinem Freund lernen. Mit Kindern sind wir beide jedenfalls ganz artig-hier sind zwar keine, aber es kommen öfter welche zu Besuch. Neulich waren wir abends auf einem Richtfest, da waren auch viele Kinder und wir wären am liebsten mit denen in den Pool gesprungen.
Mittlerweile fahre ich auch gerne Auto, das war die ersten 2 Wochen nicht mein Ding, ich schlich um dieses Gefährt wie ein gebeutelter Tiger. Immer wenn Frauchen den Schlüssel nimmt, stehe ich in den Startlöchern und setze mich gleich neben das Auto. Nicht, daß sie mich noch vergißt:):)
Wir sind fast den ganzen Tag mit Frauchen zusammen und sind so gut wie nie allein. So laufen wir immer hinter Frauchen hinterher und wenn sie was ißt, so bekommen wir danach auch immer ein kleines Häppchen. Allerdings nur nach erfolgter Übung: Sitz oder Platz...:) . aber wir nehmen von Fremden kein Futter, obwohl wir schon sehr vernascht sind wie unser Frauchen eben auch. Von der Figur her können wir uns das ja auch leisten:)
Wir schlafen im Haus auf dicken Bettdecken und haben es abends gemütlich im Haus-ich muß auch nicht mehr bellen-ich fühle mich wohl. Ich schlage nur noch an, wenn jemand kommt, aber das soll ich ja auch. Vom Charakter bin ich manchmal schnell eingeschnappt und arrogant. Die Ausstrahlung einer Sphinx. Ich kann aber auch ganz lieb sein und bin auch oft sehr schmusig. Ansonsten bin ich robust und körperlich und seelisch recht belastbar-das sagt Frauchen zumindest!
Ich werde Kangal des Jahres weil ich ein Steinbock bin-genau wie mein Frauchen- weil ich so schön und so arrogant bin:):)
Ein bißchen Spaß muß sein - viel Spaß beim Lesen!
Gruß XENA

Teilnehmerliste der Mitbewerber um den Titel:
Kangal des Jahres
Kangal Rüde Ben
"Hallo ich bin Ben, oder besser gesagt "Amigo", es verdad, soy de España. Als ich klein war habe ich auf der Straße gelebt, doch irgendwer wollte mich und meine Geschwister dort nicht haben, so gelangten wir in eine Tötungsstation. Irgendwie haben wir es dann doch geschafft nach Deutschland zu reisen (wahrscheinlich wegen unserer tollen und lieben Augen?).
Dort kam ich in ein Tierheim, wo sich direkt eine der freiwilligen Helferinnen in mich verknallte. Frauchen, so nenne ich sie heute. Sie war damals 14 und ganz verrückt nach Hunden. Irgendwann brachte sie dann mal ihre Familie mit, um mich zu zeigen. Ihre Mama hat eigentlich schreckliche Angst vor Hunden, weil sie als Kind mal gebissen wurde, doch bei mir war es anders... Ich, als sanfter Riese, habe mich hingeleget und eine Pfote durchs Gitter gesteckt, direkt Frauchens Mama entgegen, und sie hat mich tatsächlich an der Pfote berührt! Ich fands toll gekrault zu werden, doch irgendwie freuten sich die Menschen um mich rum viel mehr... Komische Leute! So kam es dann, dass Frauchen mich mit nach Hause nehmen durfte. Allerding muss man dazu sagen, dass ich als Malinois-Retrieber-Mix aus Spanien herkam und so vermittelt wurde mit meinen 8 Monaten... Nun ja, was haben doch alle komisch geguckt als ich recht schnell zunahm und auch noch einen Schuss von 15cm in die Höhe machte. Hihi. So wurde aus dem mittelgroßen Retriever-Mix, eein großer, kräftiger Kangal. Und ich werde trotzdem geliebt. Meine Rasse ist denen egal. Ich bin kein Kampfhund. Keine Maschine und kein Monster. Auch kein Spielzeug. Ich bin Ben, ein Familienmitglied, dass niemand mehr missen möchte!
Ich bin gern dominant, aber nur Hunden gegenüber. Ich bin Chef, egal wo ich bin. Auch lasse ich mir nicht von jedem Menschen "Sitz" sagen, da muss man sich bei mir schon mehr Mühe geben. Typischer Kangaldickkopf eben!
Meine Vorlieben:
Ich liebe Marsha, das ist meine Hündin, ein Schäferhund-Bernhardiner-Mädchen, ich sag euch, die ist spitze, ohne sie will ich nicht mehr sein.
Des Weiteren liebe ich meinen Korb und Kuscheltiere.
Außerdem bin ich ein Charmeur, wie alle sagen. Ich spreche durch meine Augen und Pfoten. Bisher habe ich es so immer geschafft, dass ich stundelang gekrault wurde!
Macken:
Ich bin verfressen ohne Ende. Ich kann Frauchen schonmal mitten auf dem Platz stehen lassen, wenn ich irgendwen sehe, der grad was Tolles in der Hand hält. Ich komme ja sofort wieder zu ihr, und dann tut es mir auch Leid, aber ... man darf doch mal gucken .. ;)
Familie:
ich lebe in einer ganz normalen Familie, natürlich mit im Haus, habe immer direkten Familienanschluss. Ich muss sie ja alle beschützen!
Meine Auszeichnungen:
Nun ja, 2006 habe ich mit Frauchen meine Begleithundeprüfung gemacht und seitdem haben wir vieles ausprobiert. Anfangs Agility und mittlerweile machen wir Fährtensuche und Rettungshundearbeiten mit Geräten. Wenn ich für Futter arbeiten kann, ist meine Welt perfekt, auch bin ich nicht auf den Kopf gefallen, so dass ich schon oft bei "Tagen der offenen Tür" und anderen kleinen Events zeigen konnte, dass ein Kangal keine Kampfmaschine ist, sondern ein ganz normaler Hund.
Nun gut, warum sollte mein Ben Kangal des Jahres werden?
Weil er einfach der Beste ist! Meine Mutter hatte immer Angst vor Hunden, egal welche Farbe oder Größe. Doch bei Ben war es nicht so, seine Ruhe hat sich auf sie übertragen. Er hat ihre ganze Angst genommen, mittlerweile kann sie jeden Hund, den sie sieht sogar streicheln, oder gar mit ihm spielen! Das ist alles sein Verdienst.
Außerdem ist er immer an meiner Seite, ich kann mich stets auf ihn verlassen und er beschützt mich, wenn es draußen dunkel ist und wir allein unterwegs sind.
Er hat uns beigebracht, dass die Vorurteile über "SoKas" totaler Schwachsinn sind.
Auch wenn er stur, dickköpfig, faul und oft und gerne ungehorsam ist, lieben wir ihn wie er ist. Denn er ist auch lieb, treu und verschmust, einfach unersetzlich."
Kangal Rüde Aras
Nach langer, langer Verzögerung kommen hier nun die letzten Kandidaten für unsere Wahl zum Kangal des Jahres. An die andern: Nein, wir haben euch NICHT vergessen!Dieser Bewerber ist Aras, ein einjähriger Kangalrüde, der nicht nur unbedingt den Wettbewerb gewinnen will, sondern auch sonst seine Bedürfnisse ganz gut zum Ausdruck bringen kann. Will er knuddeln - dann will er knuddeln. Da führt dank den aufdringlichen Aufforderungen an Herrchen und Frauchen kein Weg vorbei.
Von klein auf lebt Aras bei seiner Familie und teilt sich sein Revier mit einer Schäferhündin und einer ganzen Horde Katzen (5 an der Zahl), die ab und an schon mal die Nase voll von Aras haben.
Aras hat nur ein Problem: Er darf nicht dominanter als sein Herrchen sein, was ihn ziemlich nervt. Da versucht er sich doch lieber an Frauchen, die sich da schon eher um die Pfote wickeln lässt. Die Rache kommt spätestens beim Gassigehen:
"Ich Räche mich dann wenn wir Gassi gehen in dem ich meine 5 Minuten bekomme. Das sieht dann nämlich so aus das ich wie bekloppt von Rechts nach Links renne dann plötzlich mit einer ganz durchgeknallter Haltung stehen bleibe und noch zur Krönung ganz bescheuert auf dem gleichen Punkt um mich rum drehe.Das lässt mein Herrchen und Frauchen ganz dumm aussehen am anderen Ende von der Leine...:-)))"
Auf Aras muss man außerdem ein besonderes Auge haben, wenn er Richtung Kinderzimmer marschiert. Da versucht er gerne mal, das eine oder andere Stofftier mitgehen zu lassen, was bei seiner Größe nur selten unbemerkt bleibt, sodass er meist auf frischer Tat ertappt wird.
"Ich Wünsche meinen Artgenossen viel Glück, aaaaaaaaber.................
Ich sollte der Kangal des Jahres werden weil ich ein Lieber, goldiger, durchgeknallter, dufte Kangal Typ bin."

Teilnehmerliste der Mitbewerber um den Titel:
Kangal des Jahres
Kangal Hündin Dakota
Und weiter geht es mit der Kandiatenliste zur Wahl zum Kangal des Jahres:Diese Bewerberin, Kangal Hündin Dakota, hat seit sie im Juni dieses Jahres zu ihrem Frauchen an die Ostseeküste kam, eine große Wandlung durchlebt. Noch ein knappes halbes Jahr alt und voller Angst - tagelanges Weinen und Überforderung durch das Unbekannte. So erlebte man Dakota am Anfang. Was aber nicht verwunderlich war, denn aufgewachsen war sie mit ihren Eltern und Geschwistern bei einer Pferde- und Rinderherde und musste von heute auf morgen Auto fahren, im Haus wohnen und dort ihr Geschäft erledigen, wo Frauchen es wollte. Auch die Gesellschaft anderer Artgenossen war nicht leicht für sie, weshalb sie Schutz bei ihrem Frauchen suchte und fand.
Innerhalb weniger Tage wuchsen die beiden zu einem Team zusammen und Dakota verwandelte sich in einen selbstbewussten, stolzen Kangal. Mit ihrem Job ist sie vollkommen ausgefüllt: Sie darf nicht nur Frauchen und das Haus bewachen, sondern auch eine ganze Ranch mit Pferden, Eseln, Lamas und vielen anderen Tieren.
Schöne Grüße zurück an die Ostee senden wir Dakota und Frauchen Christine Harloff :)

Teilnehmerliste der Mitbewerber um den Titel:
Kangal des Jahres
Notfall - Kangal Rüde Tolkin
Kurzfristig haben wir noch einen Kandidaten in die Wahl zum Kangal des Jahres mit aufgenommen, dessen Geschichte uns sehr berührt. Es handelt sich um Tolkin - einen 2 Jahre alten Kangal Rüden, dem es so ergeht wie vielen anderen seiner Rasse. Es wurde im Juli in ein französisches Tierheim gebracht, da der damalige Halter mit einem Kangal überfordert war. Dabei ist Tolkin ein sehr sanfter Riese, der sich bisher von allen seelenruhig anfassen, streicheln und auch anleinen liess.Alles in allem ist Tolkin eher ängstlich, freut sich aber über jede Art von Zuwendung. Fremden gegenüber ist er weder aggressiv noch misstrauisch. Da er seine Pubertät noch vor sich hat, braucht er Menschen, die ihn zu einem souveränen Hunde erziehen und ihm eine Wach-Aufgabe bieten können - am besten ein hohes und ausbruchssicher eingezäuntes Grundstück sowie bell-tolerante Nachbarn und ausgedehnte Spaziergänge.
Schliesslich wurde Tolkin krank und konnte im Tierheim nicht behandelt werden (wollte nicht behandelt werden?), so dass er aufhörte zu fressen und erheblich abmagerte. Letztlich brach er im Tierheim zusammen, wo die Angestellten mit Gewalt versuchten, ihn zum Aufstehen zu bewegen. Glücklicherweise gibt es Organisationen wie sans frontières e.V. - Grenzenlose Hilfe für Tiere, die vor Ort waren und Tolkin sofort freigekauft haben.
Am selben Abend noch fanden sich Menschen, die ihm eine Pflegestelle bieten konnten und ihn in eine Schweizer Tierklinik gebracht haben. Diagnose: Totale Unterernährung und ein gebrochener Oberkiefer.
Nun ist Tolkin noch auf der Suche nach einem schönen Zuhause, in dem er nach der Behandlung endlich einmal zur Ruhe kommen kann.
Wer also jemanden mit Kangal-Erfahrung kennt oder Tolkin evtl. selbst aufnehmen kann, kann auf der Seite von sans frontières e.V. das Formular ausfüllen und Kontakt aufnehmen.
Hier noch eine kleine Anekdote direkt von sans frontières:
"Heute war Tolkin im Freilauf neben Snoop Dog. Letzterer ist ein ganz kesser Bursche, der am Maschendrahtzaun erstmal sehr selbstbewusst das Beinchen Richtung Tolkin heben musste. Dabei reicht er dem Kangal gerade mal bis zur Brust - aber ein bischen Blöffen kann ja nie schaden, hat er sich wohl gedacht. Ich war gespannt, wie Tolkin reagieren würde. Der reckte von diesem Anflug an Größenwahn ziemlich gelangweilt sehr langsam die Nase Richtung Snoop Dog. Als dieser dann nochmal ansetzte, quer Zaun zu pinkeln, hat Tolkin sich am Zaun seelenruhig und souverän in Pose gestellt. Ich konnte mir ein Schmunzeln nicht verkneifen. Ob er bei anderen Rüden auch so locker bleibt, wollen wir noch testen."
Wir hoffen für Tolkin, dass sich ein Endplatz bei einem lieben Herrchen findet, wo er endlich einmal Kangal sein darf.

Video von Kangal Rüde Tolkin
Teilnehmerliste der Wahl zum
Kangal des Jahres
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